Als Berater mittelständische Unternehmensnachfolgen gestalten

Prozessmanagement: Mit StudiumPlus ist Philipp in seine Karriere bei Nachfolgekontor und Syntra Corporate Finance gestartet

Der deutsche Mittelstand steht vor einem gewaltigen Umbruch: Laut der aktuellen KfW Nachfolgestudie 2024 planen bis 2027 rund 626.000 Inhaber, ihre Firma in neue Hände zu geben. Hinter dieser Zahl stehen nicht nur Unternehmen, sondern auch Werte, Verantwortung und oft ein ganzes Lebenswerk. Der Bedarf an qualifizierter Begleitung in diesem Prozess wächst stetig – und damit auch die Karrieremöglichkeiten in der M&A- und Nachfolgeberatung.

Philipp Spelkus (31), Senior Associate bei Nachfolgekontor und Syntra Corporate Finance, hat seinen Master in Prozessmanagement bei StudiumPlus absolviert. Im Interview berichtet er über seinen Weg in die M&A-Beratung.

Wie war Ihr beruflicher Einstieg bei Nachfolgekontor und Syntra Corporate Finance?

Mein Weg begann als Trainee während meines Studiums an der THM. Nach dem Abschluss wurde ich zum Business Analyst befördert. Heute arbeite ich als Senior Associate im Projektgeschäft und begleite Unternehmer beim Verkauf ihrer Firma.

Warum haben Sie sich für ein duales Studium entschieden?

Mir war wichtig, während des Masters praxisnah zu arbeiten. Die Blockveranstaltungen der THM (Do. bis Sa.) machten es möglich, die übrige Zeit im Unternehmen tätig zu sein und die Theorie direkt anzuwenden.

Was sind für Sie die größten Vorteile von StudiumPlus?

Kleine Studiengruppen, praxisnahe Inhalte und ein sehr direkter Austausch mit Dozenten. Ich konnte viele Module im Kleingruppensetting erleben, was die Qualität und Relevanz des Lernens erhöht hat.

Was reizt Sie an der M&A- und Nachfolgeberatung im Mittelstand?

Kein Tag ist wie der andere. Die Dynamik der Projekte, der Umgang mit Unternehmerpersönlichkeiten und die strategischen Herausforderungen machen die Tätigkeit sehr vielseitig.

Welche interdisziplinären Aufgaben gehören zu Ihrem Alltag?

M&A ist ein interdisziplinäres Zusammenspiel verschiedenster Fachrichtungen. Wir koordinieren beispielsweise Finanzanalysen und Bewertungen in enger Abstimmung mit dem Controlling, der Buchhaltung oder dem Steuerbüro unserer Mandanten. Bei rechtlichen Fragestellungen arbeiten wir eng mit spezialisierten M&A-Anwälten zusammen. Auch steuerliche Themen stimmen wir gemeinsam mit den Steuerberatern der beteiligten Parteien ab. Gleichzeitig braucht es strategisches Verständnis für Marktanalysen, Käuferidentifikation und Positionierung, wozu wir auch intern eng mit Kolleginnen und Kollegen aus Research, Data Analytics sowie extern mit Finanzierungspartnern oder Wirtschaftsprüfern zusammenarbeiten.

Welche Fähigkeiten sind entscheidend im M&A-Geschäft?

Erfolgreiche M&A-Beratung vereint Zahlenverständnis, Kommunikationsstärke und Empathie. Neben fundierten Kenntnissen in Bilanzanalyse und Unternehmensbewertung braucht es Fingerspitzengefühl im Umgang mit Unternehmern, die ihr Lebenswerk abgeben, sowie Verhandlungsgeschick gegenüber Investoren. Strukturierte Projektarbeit und technisches Verständnis helfen zudem, komplexe Prozesse effizient zu steuern und Geschäftsmodelle fundiert zu erfassen.

Wie vielseitig sind die Brancheneinblicke?

Extrem vielseitig. Wir arbeiten uns in kürzester Zeit tief in Branchen ein – von Medizintechnik über Maschinenbau bis hin zu IT-Dienstleistungen. Dabei sehen wir nicht nur die Oberfläche, sondern durchleuchten Geschäftsmodelle, Strukturen, Herausforderungen und Potenziale. Jeder Mandant bringt eine eigene Geschichte mit – auch innerhalb derselben Branche.

Wie unterscheidet sich die Arbeit mit Familienunternehmen, Konzernen und Finanzinvestoren?

Familienunternehmen sind sehr persönlich geprägt, hier geht es nicht nur um Zahlen, sondern auch um Emotionen und Verantwortung. Konzerne handeln strukturierter, oft mit mehreren Entscheidungsebenen. Investoren wiederum sind sehr professionell und effizient – aber auch anspruchsvoll. Die Gesprächsführung und die Erwartungshaltung variieren je nach Gegenüber stark – darauf muss man sich einstellen können.

Wie international ist Ihre Arbeit?

Zunehmend international – viele Käufer kommen aus dem Ausland. Wir arbeiten beispielsweise mit Investoren aus Skandinavien, Frankreich oder den USA. Das bringt internationale Vertragswerke, Zeitverschiebungen, Cultural Due Diligence und neue Perspektiven mit sich. Besonders bei spezialisierten Mittelständlern ist das internationale Interesse hoch.

Vielen Dank für das Gespräch!

Sehr gerne!

Dieses Interview erschien im Oktober 2025 im Infomagazin ExtraPlus von StudiumPlus.